Schlafselbsthilfe.de – die Web-Seite mit dem Thema Schlafstörungen und deren Abhilfe:

 

 Allgemeine Informationen und spezielle Untersuchungs- und Behandlungsangebote

 der Lungenfachpraxis Dr. Thönes in Leverkusen.

 

Schlafen entsteht durch einen aktiven Prozess unseres Gehirnes, das nicht einfach abschaltet, sondern umschaltet auf verschiedene Vorgänge der Erholung, der Verarbeitung von Erlebtem und Gelerntem sowie von Hormonproduktionen.

Die Fähigkeit zu Schlafen und das Schlafbedürfnis ist von Mensch zu Mensch und altersabhängig sehr unterschiedlich.

 

Neben vielfältigen äußeren Ursachen wie zum Beispiel Berufsstress, Trauer um Angehörige, sonstigen Trennungsängsten, finanziellen Sorgen, Angst vor der Zukunft oder chronischen Schmerzen können falsche Verhaltensweisen wie z.B. abendlicher Kaffeekonsum und auch zahlreiche Erkrankungen des Schlafmechanismus zu Schlafstörungen ( Insomnien ) führen.

Häufig sind mehrere Störungen des Schlafes kombiniert wirksam, die dann zunehmende Erwartungsspannungen vor dem Einschlafen auslösen, die dann wiederum selbst im Sinne eines Teufelskreises den Schlaf behindern.

 

Die Folgen der Ein- und Durchschlafstörungen können vielfältig sein: Tagesmüdigkeit, Antriebsstörungen, Konzentrationsmangel, körperliche Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen, Freudlosigkeit, Angstgefühle und vermehrte Empfindlichkeit gegenüber den Belastungen durch Beruf und Familie sind die häufigsten. Weiter kann es zu vermehrten Krankheitsausfällen und höherem Unfallrisiko kommen.

Mit der Zeit treten gegenseitige negative Wechselwirkungen zwischen Schlafstörungen einerseits und Erregungszuständen  und depressiven Veränderungen am Tage andererseits auf. Die Betroffenen erfahren eine bisweilen erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Sie greifen zu Schlafmitteln, deren Wirkung jedoch zumeist bald nachlässt und immer wieder zu Präparat-Wechsel  zwingt. Mit der Zeit kommen sie zu der Überzeugung, dass sie ohne Schlaftabletten nicht mehr schlafen können, und werden dadurch in zunehmendem Maße abhängig. Und wenn sie dann nach Jahren regelmäßiger Schlafmitteleinnahme versuchen ohne die Tabletten zu schlafen, dann verstärkt sich dieses Abhängigkeitsgefühl durch Schlaflosigkeit in den ersten Nächten ohne Tabletten; ein Entzug ist nämlich nur mit geplanter regelmäßiger vorsichtiger Verminderung der Dosis oft über Wochen und Monate möglich.

 

Eine weitere Gefahr liegt im zusätzlichen regelmäßigen Alkoholkonsum abends zur Entspannung und dann auch gleich zur Schlaf- Einleitung. Unter Alkoholeinfluss gelingt das Einschlafen ähnlich einer gewissen Betäubung ähnlich zwar besser, das Durchschlafen und insbesondere die erholsame Qualität des Schlafes sind jedoch empfindlich gestört. Die Traumphasen sind verkürzt, in der zweiten Schlafhälfte ist die Schlaftiefe schlechter und die Neigung zu nächtlichem Aufwachen, zum Schnarchen und zu den begleitenden nächtlichen Atempausen nimmt zu. Das Atemzentrum des Gehirnes, das gleichsam während der Nacht im Dienst ist, büßt eben unter Alkoholeinfluss deutlich an Leistungsfähigkeit ein. Außerdem besteht über eine langsame, kaum bemerkte Dosissteigerung die Gefahr der Alkoholabhängigkeit. Auch hier entwickelt sich das Gefühl, ohne abendlichen Alkohol nicht mehr einschlafen zu können, und die Betroffenen geraten bei Ausbleiben des Abendtrunkes in einen regelrechten Entzug.

 

Die Aufgabe der Medizin ist es nun, zunächst die Ursachen der Schlafstörung zu erkennen. Handelt es sich um eine der selteneren organisch bedingten Schlafstörungen, die über die Therapie einer anderweitigen Grunderkrankung behandelt werden können             ( z.B. rheumatische Gelenkschmerzen, nächtliche Atemnot bei Asthma, schmerzhafte nächtliche Magenübersäuerung oder Depression), oder liegt ein Zusammenwirken zwischen äußeren Belastungen und ungünstigen Verhaltensweisen vor, das über mehrere Maßnahmen zur Verhaltensänderung und Minderung von äußerem Stress zu beeinflussen ist?

 

 

 

I) Unsere Untersuchungen dazu:

 

1) Ambulante kontinuierliche häusliche Messung von Atmung, Puls, Blutsauerstoff, Schnarchen und körperlichem Bewegungsmuster während der Nacht, um erste Hinweise auf die Schlafqualität zu erhalten und eine Schlafapnoe ( krankhafte Atempausen im Schlaf, insbesondere im Zusammenhang mit stärkerem Schnarchen ) erkennen und die Behandlung einleiten zu können.

Diese Untersuchung und die evtl. dann erforderliche nächtliche regelmäßige Heimbeatmung mit einer CPAP-Schlafmaske sind Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und werden von uns auch so über Ihre Kasse abgerechnet.

 

2) Ebenfalls ambulante nächtliche Messung und Einteilung der Schlaftiefe-Stadien zur Beurteilung der Schlaffunktion des Gehirnes.

Diese Messung liefert neben der Beschwerdeschilderung des Patienten und den oben genannten Messdaten die erforderlichen Voraussetzungen zu einer Beurteilung von Schlafstörungen, somit zu einer Diagnosestellung und zur Einleitung der Therapie.

Diese Messung ist nicht im Katalog der gesetzlichen Krankenkassen- Leistungen enthalten und muss daher mit dem Patienten privat nach der Ziffer 827 der z.Z. geltenden Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet werden.

 

3) Je nach Ausprägung der Schlafstörungen und um die Auswirkungen auf das alltägliche Leben besser abschätzen zu können, führen wir einen Konzentrationstest durch. Dieser misst die Aufmerksamkeit und Reaktionsgeschwindigkeit und ist natürlich ein freiwilliger Bestandteil unserer Untersuchungen.

Auch diesen Test rechnen wir privat mit dem Patienten ab nach Ziffer 857 der Gebührenordnung für Ärzte. 

 

 

 

II) Zur Behandlung von Schlafstörungen bieten wir dann an:

 

1) bei einer noch leicht bis mittelschwer ausgeprägten Schlafapnoe  je nach Befund entsprechende Vorschläge zu Änderungen des Verhaltens wie z.B. Verzicht auf abendlichen Alkohol auch in kleinen Mengen, Verzicht auf Kaffee, Tee, Nikotin oder auch bestimmte Medikamente mit bekannter Schlafstörung; ergänzende Vorstellung bei einem HNO- Kollegen zur Beurteilung kleinerer operativer Maßnahmen im Rachenbereich, Gewichtsabnahme, Vermeiden des Schlafes in Rückenlage usw..

 

2) bei einer mittelschwer oder schwer ausgeprägten Schlafapnoe je nach Ausmaß des Befundes, der Begleiterkrankungen und je nach Kostenträger Schulung und Einleitung einer CPAP- Therapie ambulant in unserer Praxis oder Einweisung in ein Schlaflabor.

 

3) bei bereits eingeleiteter CPAP- Beatmung  regelmäßig reguläre ambulante Verlaufskontrollen durch Überprüfung dieser Beatmung mittels eines speziellen Überwachungsgerätes in einer Messnacht zu Hause ( je nach Befund in Kombination mit gelegentlichen Untersuchungsterminen in einem Schlaflabor ).

 

4) bei anderweitigen Schlafstörungen je nach Befund:

         

Einleitung von Untersuchungen und ggf. Therapie von auslösenden organischen Grunderkrankungen wie z.B.

Diabetes, Rheuma, Bluthochdruck, Herzkranzgefäßerkrankung, chronische asthmatische Emphysembronchitis oder Asthma mit nächtlicher Atemnot, Magengeschwür oder nächtliche Refluxerkrankung mit nächtlichen Bauch- oder Brustschmerzen, Lebererkrankungen, Fibromyalgie mit nächtlichen Schmerzen, Bluterkrankungen oder Hormonstörungen besonders im Zusammenhang mit Wechseljahren ( seltener auch mal infektiöse Schlafkrankheit noch Monate nach Afrika-Aufenthalt ).

 

Ebenso weitere Untersuchungen und Therapie beim Hausarzt oder spezialisiertem Facharzt im Falle von    

neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen wie Krampfleiden, muskulären Erkrankungen, Depressionen o.ä..

 

Sind derartige Erkrankungen ausgeschlossen, so bieten wir einen speziellen Kurs an zur Überwindung diverser

schlafbehindernder Verhaltensweisen, zum Erlernen von schlaffördernden Maßnahmen und insbesondere einer

schlafeinleitenden Selbsthypnose wie folgt.

 

 

 

III) Schlaf-Kursus:

 

Aus mindestens 4 je etwa 1 bis 1 1/2-stündigen Einheiten bestehender strukturierter Kurs zum Verhaltenstraining bei Schlafstörungen, der sich teilweise an den Forschungsergebnissen und Behandlungsempfehlungen des Schlaflabors im Psychologischen Institut II der Universität Münster orientiert und diverse Veröffentlichungen insbesondere von den Professoren P. Clarenbach aus Bielefeld, A. Sturm aus Bochum und E. Rüther sowie Dr. Göran Hajak, beide aus Göttingen, berücksichtigt. Weiterer Bestandteil des Kurses ist eine spezielle sanfte Selbsthypnose, die zur Schlafeinleitung und Schlafunterstützung erlernt wird.

 

 

1. Einheit: Information über die verschiedenen Formen der Schlafstörungen und ihre Behandlung,

Erläuterung des Teufelskreises zwischen den Schlafstörungen und den sich entwickelnden Abwehrgefühlen und Ängsten.

Erläuterung der Begriffe Schlafeffizienz und Schlaffenster,

Feststellung des individuellen Schlaf-Verhaltens, „ Hausaufgabe „ der Selbstbeobachtung und Schlafprotokoll-Führung.

Erläuterung der Behandlung durch strukturierte Schlafrestriktion.

Erstes Hypnose-Training.

 

2. Einheit: Auswertung der Selbstbeobachtungsbögen,  Berechnung der Schlafeffizienz, erste Beratung über eigenes Störungsmodell.

Erläuterung über Schlafrhythmen, Müdigkeit und Tag/Nacht- Verhalten, individuelles und altersabhängiges Schlafbedürfnis, primäre Insomnie.

Individuelle Planung und Beginn der Schlafrestriktion durch Schlaffenster und weitere Selbstprotokolle.

Zweites Hypnose-Training.

 

3. Einheit: Auswertung der Schlafprotokolle, Erfahrungsaustausch über die Schlafrestriktion, Besprechung der empfohlenen Maßnahmen zur Schlafhygiene, Beratung über Verhalten am Tage, Erläuterung der Insomnie als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen und der verschiedenen Formen der Parasomnie.

Drittes (Selbst- ) Hypnose-Training.

 

4. Einheit: Auswertung der Schlafprotokolle, weiterer Erfahrungsbericht und Beratung über die Schlafrestriktion und deren Wirkung, Verlaufsberatung über die Schlafhygiene. Information und Erläuterung über Schlafmedikamente. Individuelle Zukunftsplanung, Vermeidung von Rückfällen, Verhalten in besonderen Belastungssituationen.

Viertes (Selbst- ) Hypnose-Training.

 

Der komplette Kursus einschließlich des speziellen Hypnose-Trainings und der ausgehändigten schriftlichen Kursunterlagen wird nach der Gebührenordnung für Ärzte ( EURO-GOÄ) über die Analog Ziffern 864 und 847 zu 52,28 € je Einheit sowie zusätzlich für Erst- und Verlaufsuntersuchungen der Schlaftiefenmessung nach Therapie Ziffer 827 ( im Rahmen des Kurses nur 1-fach Satz ) zu 35,26 € mit den Teilnehmern privat abgerechnet.

 

Anmeldung zum Kursus in der Praxis Dr. Thönes, Lungenfacharzt, Internist , Allergologie, Umweltmedizin, Hypnose-Therapie,

Mülheimer Str. 43 a in 51375 Leverkusen Tel. 0214/502923 oder Dr.Manfred.Thoenes@t-online.de.